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Zu Beginn der Online-Poker-Ära wurden sich viele Gedanken hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des Spiels und Sorgen über manipulierte Spielvorgänge, Superuser-Accounts und Online-Betrug gemacht. Viele unter uns konnten darüber nur müde lächeln, doch heutzutage beschäftigen sich sogar erfahrene Spieler mit dieser ernstzunehmenden Gefahr.

Ich persönlich mache mir um die Sicherheit meiner Online-Poker-Accounts Sorgen. Vor einigen Monaten entdeckte Full Tilt, dass mein Account versucht wurde zu knacken, so dass alle notwendigen Schritte vorgenommen wurden. Derzeit scheint es so, als hätte jemand versucht auf meinen PokerStars-Account zuzugreifen. Doch das exzellente Sicherheitsteam von PokerStars handelte schnell und effektiv, sperrte kurzfristig meinen Account, wobei aktuell Schritte vorgenommen werden, um meinen Account sicherer zu gestalten. Glücklicherweise befand sich kein Geld auf diesem Account, lediglich Statuspunkte wurde gestohlen, doch damit sollte diese Angelegenheit nicht einfach vergessen werden. Ob finanzieller Schaden oder nicht, es hätte weitaus schlimmer enden können– PokerStars deutete auf folgende Problematik:

Der unberechtigte Zugriff kann durch einen Key Logger oder einen Trojaner (schädliche Software) verursacht worden sein. Key Logger sind Anwendungen, die jeden Tastenschlag aufzeichnen, wobei Sie Informationen auf vielen Wegen stehlen. Diese gespeicherten Informationen können zum Abgreifen der E-Mails und Online-Banking-Daten der ahnungslosen User verwendet werden.

Mein Vorfall ist auf keinen Fall also ein Einzelfall. Symantec, das Unternehmen hinter dem weltbekannten Norton Anti-Virus, berichtete kürzlich, dass „Phishing“-Attacken vermehrt bei Spielern aus kleineren Ländern ausgeführt wurden. Beim „Phishing“ wird beispielsweise durch eine gefälschte E-Mail der Anschein erweckt, dass der Pokeranbieter persönliche Informationen abfragt.

Erst diese Woche wurde innerhalb der Nachrichten vermeldet, dass Online-Spieler ein beliebtes Ziel für Hacker darstellen. Bei diesem Fall werden die Hacker selber als Spieler aktiv. Statt dabei die Software lediglich zum Geldtransfer von einem zum anderen Account zu verwenden, setzten Sie einen Trojaner ein, der Screenshots vom gegnerischen Computer machen konnte. Dadurch waren die Hacker in der Lage zu erkennen, über welche Karten die Gegenspieler verfügen und konnten somit Ihre Spielzüge optimieren.

Wichtig ist dabei, stets wachsam zu bleiben und seinem gesunden Menschenverstand zu vertrauen. Ich habe einige Nachforschungen betrieben, so dass untenstehend einige Tipps folgen, wie man optimal seinen Computer beim Online-Poker schützen kann:

  • Öffnen Sie keine E-Mails oder Anhänge von unbekannten Absendern. Sollten Sie einen bekannten E-Mail-Anbieter wie Gmail oder Hotmail verwenden, werden die meisten dieser E-Mails bereits vorab in den Spam-Ordner verfrachtet. Seien Sie zudem bei Nachrichten misstrauisch, in denen behauptet wird, dass Sie bei einem unbekannten Anbieter über Guthaben verfügen.
  • Sollten Sie kontaktiert werden, geben Sie dabei keinerlei persönliche Daten preis. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen müssen Sie eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufen, sollten Sie Ihre Bank oder sonstige Institutionen kontaktieren. Falls Sie jedoch völlig unerwartet telefonisch oder per E-Mail kontaktiert werden, sollten Sie keinerlei Sicherheitsfragen beantworten.
  • Anti-Virus-Software und Firewalls: Sollten Sie noch keine installiert haben, hätten Sie es eigentlich verdient, etwas Schädliches abzubekommen. Norton, McAfee und Zone Labs bieten preisgünstige Software an, die alle eingehenden Daten vorab filtern und überprüfen. Stellen Sie dabei sicher, dass diese Software-Versionen regelmäßig aktualisiert werden, da Hacker stets auf neuste Sicherheitslücken reagieren.
  • Seien Sie bei P2P-Software vorsichtig: Wohlmöglich erhalten Sie Alben und Co. von prominenten Musikgruppen auf diversen P2P-Seiten kostenlos. Doch alle Seiten, die Ihnen eine unerwünschte Software zum Download aufdrücken möchten, haben zumeist innerhalb dieser eine Spyware installiert. Die meisten davon dienen zwar nur zu Marketingzwecken, doch einige Versionen können weitaus schädlicher agieren.
  • Passwörter: Ändern Sie regelmäßig Ihre Passwörter und stellen Sie sicher, dass diese nicht einfach zu erraten sind. WSOP-Titelträger Grey Raymer musste miterleben, wie sein Account geknackt wurde. Nach seiner eigenen Aussage war sein Passwort allerdings leicht zu ermitteln gewesen. Eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben beim Passwort erschwert Hackern die Arbeit.

PokerNews.com